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| 11.06.2005 Regionale Planungsgemeinschaft Uckermark/BarnimSchlagabtausch geht tiefer unter die TischkanteUckermark (HW). Richtig zur Sache ging es im Planungsausschuss vor der eigentlichen Sacharbeit. Die Gemüter erhitzten sich so sehr, dass persönliche Verletzungen fielen. Nach einer scharfen Aufforderung durch Roland Resch, Vorsitzender der Bündnisgrünen im uckermärkischen Kreistag und Ausschussmitglied, an den Fraktions- und Ausschusskollegen von „Rettet die Uckermark“, Prof. Hans-Joachim Mengel, in der Argumentation bei der Wahrheit zu bleiben, entgegnete Mengel ebenso scharf, dass er keine Lügen verbreite. Ein Wort ergab das andere. Genervt, dass Mengel den Namen Resch durch das Langziehen des Buchstaben „e“ wiederholt falsch aussprach, zog auch Resch seinerseits den Namen Mengel im Vokal „e“ etwas länger und übernahm dabei die Redegestik Mengels. Mengel fühlte sich dadurch provoziert und auf seine Homosexualität angespielt, wie er es deutlich im Ausschuss sagte. Dies hätte er von einem kultivierten Menschen wie Resch, einem ehemaligen Bildungsminister nicht erwartet und verlangte die Entschuldigung. Resch sah keinen Grund sich zu entschuldigen, denn es werde ihm etwas unterstellt, was er weder gesagt noch beabsichtigt habe. Nun forderte Mengel den Ausschussvorsitzenden, Hans-Peter Moser (PDS), auf, einzugreifen. Dieser griff auch ein und ermahnte Mengel, nur reden zu dürfen, wenn er die „Wahrheit“ sage. Das war dann Mengel zu viel. Der Fraktionschef von „Rettet die Uckermark“ sah sich in „tiefste DDR-Zeit zurückversetzt“, ließ sich dann aber im Laufe der Debatte nicht aufhalten. Sein Appell: „Wir sehen doch, was die bisherige Planung angerichtet hat. Jetzt geht es um die Fortschreibung der Windplanung. Da müssen wir uns doch fragen, ob wir so weiter machen wollen?“ Hans-Jürgen Waldow (CDU) fordert Mengel vor dem Hintergrund seines Antrages auf: „Sagen Sie es ehrlich, dass Sie mit Ihrem Antrag keine weitere Windplanung mehr wollen.“ Denn Abstandsregelungen von bis zu vier Kilometern würden keine Planungen mehr zulassen, so die Experten. Ein kleines Windfeld in der Schorfheide wäre vielleicht noch möglich. Mengel erwiderte: Er sei für einen Mix alternativer Energien, bei Wind habe die Uckermark aber die Spitze der Fahnenstange erreicht. Dies sei wohl nicht zu bestreiten. Erneut Waldow daraufhin: Politisch sei eine solche Forderung zulässig und befriedige sicher auch eine Klientel. Im Ausschuss sei dies aber nicht zulässig. Quelle: Uckermark Kurier 2681 |